Hypnose hat leider in der Gesellschaft noch immer
den Ruf von Scharlatanerie und Hokuspokus.
Durch unseriöse Vorstellungen in Sensationssendungen und
durch Schauvorstellungen ist diese
höchst wirkungsvolle Therapieform
zu einem unverdient schlechten Ruf gekommen.
Die
medizinische Hypnose ist eine Form der Tiefenentspannung, die es dem
Therapeuten ermöglicht, Ursacheneiner Erkrankung zu ergründen,
die in einer Gesprächstherapie verdrängt bleiben. Es kann
so in direkter Zusammenarbeit mit dem Unterbewußtsein des Patienten
ein neuer Weg zur Heilung beschritten werden, den der Patient aktiv
mitgestaltet.
Wie
geht eine Hypnosesitzung von statten?
Nach einem Vorgespräch, in dem alle Fragen des Patienten geklärt
worden sind und der Therapeut sich grundlegend über das Problem
oder Krankheitsgeschehen sowie die vorherigen Behandlungen informiert
hat, macht es sich der Patient auf einer Liege bequem und lernt, sich
zu entspannen. Dabei erarbeitet der Therapeut die für den Patienten
beste Entspannungsstrategie.
Nicht jede Form der Entspannung ist für jeden gleich wirkungsvoll.
Hat der Patient sich tief genug entspannt ,wendet der Therapeut eine
dem Problem angemessene Form der Behandlung an.
Diese kann ein aktives Gespräch sein, eine Kommunikation über
Fingersignale als Antworten des Unterbewußtseins oder eine geführte
Trance / Fantasiereise. Auch Suggestionsarbeit mit Suggestionen, die
vorher mit dem Patienten gemeinsam erarbeitet worden sind, sind hier
eine gute Behandlungsmöglichkeit oder aber Techniken aus dem
NLP.
Die medizinische Hypnose bietet dem vielseitig ausgebildeten Therapeuten
eine Vielzahl von Möglichkeiten, Lösungen für und mit
dem Patienten zu finden.
Wer kann hypnotisiert werden?
Die Hypnose beruht auf ganz normalen geistig-seelischen Abläufen,
die in der Neurologie genau untersucht und erfasst worden sind.
Eine Grundvoraussetzung ist die Fähigkeit, sich über eine
längere Zeit zu konzentrieren, weshalb Kinder unter sieben Jahren
und ältere Menschen über siebzig Jahren sowie Patienten
mit Bewusstseinsstörungen nicht oder nur sehr schwer zu hypnotisieren
sind.
Was
geschieht im Hypnosezustand?
Hypnose kommt vom griechischen "Hypnos" = "Schlaf".
Es handelst sich also um einen schlafähnlichen Zustand der vertieften
Ruhe, in welchem äußere Reize nur noch schwach wahrgenommen
werden. Laute Geräusche können jedoch zum Erwachen führen.
Es kommt vor, dass der Patient tatsächlich zwischendurch einschläft
. Die ist nicht weiter schlimm. Er wacht stets wieder auf, wenn der
Therapeut ihn in den Wachzustand zurückführt.
Eine
Hypnosesitzung dauert einschließlich Gespräch 60 - 90 Minuten,
kann aber nach Bedarf auch länger sein.
In seltenen Fällen ist auch eine Kurzhypnose von etwa 30 Minuten
angebracht.
Die Sorge mancher Patienten, sie könnten während der Hypnose
ganz persönliche Geheimnisse ausplaudern oder sogar für
Verbrechen missbraucht werden, ist unbegründet und leider von
Film und Fernsehen "suggeriert".
Da Sie in der Hypnose bewusst sind, haben sie stets auch die Kontrolle
über das Geschehen.
Verändert
Hypnose den Charakter?
Im Gegensatz zu chemischen Psychopharmaka hat die Hypnose keinen negativen
Einfluß auf den Charakter eines Menschen. Charakterfremde Suggestionen
werden vom Unterbewußtsein ignoriert. Durch die Entspannung
hat der Patient die Möglichkeit, seine positiven Eigenschaften
zu verstärken. Stressbedingtes Fehlverhalten löst sich auf.
Was
bewirkt die Hypnose?
Da die Hypnose direkt auf das vegetative Nervensystem des Menschen
einwirkt, können im Grunde alle
Körperfunktionen damit beeinflusst werden.
Wir wissen ja, daß Krankheiten gleich welcher Genese immer auch
eine psychische Komponente haben, sogar der Krebs.
Es lassen sich also alle Krankheitsbilder zu Mindest lindern und die
Lebensqualität erhöhen, die gilt ganz besonders bei Schmerzzuständen,
wo chemische Medikamente nicht mehr weiter helfen. Dabei hat die Hypnose
den Vorteil, daß sie frei von unerwünschten Nebenwirkungen
ist.
Ich
setze Hypnose unter anderem bei folgenden Erkrankungen ein:
Ängste
Stressabbau
Schlafstörungen
chronischen Durchfallerkrankungen
chronische Schmerzen
Herzrhythmusstörungen
Essstörungen
In meiner Praxis achte ich stets darauf, alle Fragen und Zweifel mit
dem Patienten zu besprechen.
In einigen Fällen übe ich erst die Selbsthypnose, damit
der Patient ein Gefühl und Vertrauen zu dieser Behandlungsform
entwickeln kann.