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Legasthenie-Studio-Christiansen
Informationen für Lehrer

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Ob ein Schüler unter Legasthenie oder Dyskalkulie leidet, ist im Rahmen des Unterrichts nicht so leicht festzustellen.
Die von der Schulbehörde vorgegeben Leistungsüberprüfungen sind besonders in Mathe mit etwas Geschick zu mindest zu einem guten Teil zu bewältigen (z.B. durch Abzählen).
Was genau der Schüler nicht kann und welche Denkmuster und Strategien dahinter stehen, dass können diese Tests nicht liefern.


 
 

Folgende Auffälligkeiten sollten den Lehrer aufmerksam werden lassen:

Bei Legasthenie:

Schwierigkeiten bis hin zur Unfähigkeit, aus Buchstaben Silben und Worte zu bilden.
häufiges Verwechseln von ähnlichen Zahlen und Buchstaben
Recht-Links-Schwäche
Uhr- und Kalenderdaten werden nur mühsam gelernt, zeitliche Abfolgen bleiben unverstanden
Fertigkeiten, bei denen die Zusammenarbeiter beider Gehirnhälften von Bedeutung sind (Schleife binden, Seilspringen, Augen-Hand-Koordination) fallen schwer
Gelesenes wird nicht verstanden
eigentlich bekannte Worte müssen immer wieder neu erarbeitet werden, da die Wortbilderinnerung gestört ist (Speicherung unterhalb der Bewusstseinsschwelle)
Vermeidungshaltungen, Unruhe, Aggression oder Verstimmung beim erlernen von Lesen, Schreiben oder Rechnen
Schulkopfschmerz (ist ab und zu das erste Indiz in Klasse1)

 
 

 

 Bei Dyskalkulie:

Das Kind entwickelt eine Schulangst oder Angst in Bezug auf Fächer in denen gerechnet werden muss
bzw. Angst vor den jeweiligen Lehrern
Es lernt nur schwer die Uhr
Es kann Mengen und Größen nicht unterschieden
Es weiß nicht, welche Zahlen in welcher Reihenfolge auftreten
Es hat Schwierigkeiten, Zahlen zu schreiben, zu erkennen und richtig zu benennen
Es wirkt total vergesslich
Es kann eine mündliche Aufgabenstellung nicht wiedergeben
Es kann bei Textaufgaben nicht verstehen, was von ihm verlangt wird und daraus eine Aufgabenstellung entwickeln
Es verwechselt Zahlen, schreibt sie seiten- oder spiegelverkehrt
Es erfindet Regeln oder Erklärungen z.B. „Papa hat aber gesagt…“
Es bekommt körperliche Symptome, wenn es rechen soll
Es braucht unverhältnismäßig viel Zeit für die Hausaufgaben bzw. Aufgaben im Unterricht
Es kann einer, Zehner, Hunderter nicht unterscheiden, Stellenwerte nicht verstehen, mit der NULL nicht richtig umgehen
Es vertauscht Rechenarten
Es versteht nicht die Bedeutung des Gleichheitszeichens
Es versteht Geld und Werte nicht
Es vertauscht die Ziffern bei mehrstelligen Zahlen
Es kann Zahlen nicht oder nur schwer von anderen Symbolen unterscheiden

Nicht alle diese Symptome kommen bei jedem legasthenen Kind vor. Sollten es jedoch mehr als 3 sein, könnte schon eine leichte Form der Legasthenie oder Dyskalkulie vorliegen.
Es ist immer wichtig zu untersuchen, ob die Probleme ggf. "nur" aus einer erworbenen LRS resultieren.

Ein an Schulen üblicher Intelligenztest ist nicht geeignet, eine Legasthenie festzustellen, da diese Kinder oft über eine hohe Intelligent verfügen.

 
 

Oft zeigt das Kind Konzentrations-und/oder Aufmerksamkeitsmängel, das heißt, es kann sich nicht lange mit der Aufgabe beschäftigen oder ist mit seinen Gedanken ständig woanders. Auch körperlich Unruhe kann auftreten, ohne dass es sich um Hyperaktivität handelt.

Gerade Fehler beim Schreiben und Lesen können von diesem Aufmerksamkeitsdefizit hervorgerufen werden. Leider nützt es nur in geringem Umfang, das Kind immer wieder zu ermahnen. Ein inneres Gefühl führt zu diesem Verhalten. Dieses Gefühl muss mit Hilfe therapeutischer Mittel gelöst werden.

Auch die Art der Wahrnehmung spielt eine große Rolle.
Wie sieht das Kind Zahlen oder Buchstaben? Dies ist in einem Test zu ergründen, der nicht in einem Klassenverband durchgeführt werden kann.

 

 
 

 Die Art und Weise wie der Lerninhalt in das Langzeitgedächtnis gelangt, bewusst und abrufbar oder unterhalb der Bewusstseinsschwelle und daher nicht oder nur gering abrufbar ist ebenfalls ein wichtiger Punkt.

Die richtige Lernstrategie für das einzelne Kind kann hier den Durchbruch bringen, weshalb für mich meine Kenntnisse und Erfahrungen im NLP von großer Bedeutung sind.

 

 
  Leidet das Kind schnell unter einem sogenannten "Blackout", wenn es abgefragt wird oder sich unter Druck fühlt?
Auch dies ist zu berücksichtigen und entsprechend zu behandeln.
 
     
 

 Es gibt einige Tricks und Methoden, die besonders mit aufgeschlossenen Grundschülern leicht in den Unterricht einzubauen sind.

Gerne berate ich Sie persönlich, auch wenn es einmal Schwierigkeiten in der Verständigung mit Eltern gibt.

 
 


Aktuell: Fehlentscheidung der Hamburger Schulbehörde zur Einführung einer "weichen Druckschrift". Bei sehr vielen Kindern und Erwachsenen führte das Schreiben einzelner Buchstaben oder Worte sofort zur Homolateralität (Einseitigkeit der Hirnhälften, hier bevorzugt das Sprachhirn). Dies hat Auswirkungen auf die Raumorientierung, die für das mathematische Denken von großer Bedeutung ist. Gleiches gilt für die "Vereinfachte Ausgangsschrift". Info-PDF

 Info-Broschüre zum Download

Für interessantes Unterrichts- und Fördermaterial schauen Sie bitte unter www.lernserver.de

Falsche Unterrichtskonzepte gerade in der Grundschule, führen leider bei vielen Kindern zu mangelnden Rechtschreibkompetenzen.
Trotz eingehender Studien werden diese, wie z.b. "Lesen durch Schreiben" , "Tinto", oder "Rechtschreibwerkstatt" noch immer weit verbreitet im Unterricht angewendet. Aus diesem Grund empfehle ich hier gerne den Vortrag von Wildried Metze "Lernwegsorientierter Schriftspracherwerb im Spiegel der Empirie und des Schulalltags" - Zürich 2008 und
den "Elternbrief Nr.13" von J.G. Jansen
(Lehrer und Fachleiter am Gesamtseminar Düsseldorf a. D. mit jahrzehntelanger Tätigkeit in der Lehrerfortbildung
) und weitere seiner Elternbriefe auf www.gundschulservice.de .
Elternbrief Nr 13 zum richtigen Unterricht für Sie zum Download mit freundlicher Genehmigung von J.G. Jansen.