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Ob ein Schüler
unter Legasthenie oder Dyskalkulie leidet, ist im Rahmen des Unterrichts
nicht so leicht festzustellen.
Die von der Schulbehörde
vorgegeben Leistungsüberprüfungen sind besonders in Mathe mit
etwas Geschick zu mindest zu einem guten Teil zu bewältigen (z.B.
durch Abzählen).
Was genau der Schüler nicht kann und welche Denkmuster und Strategien
dahinter stehen, dass können diese Tests nicht liefern.
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Folgende Auffälligkeiten
sollten den Lehrer aufmerksam werden lassen:
Bei Legasthenie:
Schwierigkeiten
bis hin zur Unfähigkeit, aus Buchstaben Silben und Worte zu bilden.
häufiges Verwechseln von ähnlichen Zahlen und Buchstaben
Recht-Links-Schwäche
Uhr- und Kalenderdaten werden nur mühsam gelernt, zeitliche Abfolgen
bleiben unverstanden
Fertigkeiten, bei denen die Zusammenarbeiter beider Gehirnhälften
von Bedeutung sind (Schleife binden, Seilspringen, Augen-Hand-Koordination)
fallen schwer
Gelesenes wird nicht verstanden
eigentlich bekannte Worte müssen immer wieder neu erarbeitet werden,
da die Wortbilderinnerung gestört ist (Speicherung unterhalb der
Bewusstseinsschwelle)
Vermeidungshaltungen, Unruhe, Aggression oder Verstimmung beim erlernen
von Lesen, Schreiben oder Rechnen
Schulkopfschmerz (ist ab und zu das erste Indiz in Klasse1)
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Bei Dyskalkulie:
Das Kind entwickelt
eine Schulangst oder Angst in Bezug auf Fächer in denen gerechnet
werden muss
bzw. Angst vor den jeweiligen Lehrern
Es lernt nur schwer die Uhr
Es kann Mengen und Größen nicht unterschieden
Es weiß nicht, welche Zahlen in welcher Reihenfolge auftreten
Es hat Schwierigkeiten, Zahlen zu schreiben, zu erkennen und richtig zu
benennen
Es wirkt total vergesslich
Es kann eine mündliche Aufgabenstellung nicht wiedergeben
Es kann bei Textaufgaben nicht verstehen, was von ihm verlangt wird und
daraus eine Aufgabenstellung entwickeln
Es verwechselt Zahlen, schreibt sie seiten- oder spiegelverkehrt
Es erfindet Regeln oder Erklärungen z.B. „Papa hat aber gesagt…“
Es bekommt körperliche Symptome, wenn es rechen soll
Es braucht unverhältnismäßig viel Zeit für die Hausaufgaben
bzw. Aufgaben im Unterricht
Es kann einer, Zehner, Hunderter nicht unterscheiden, Stellenwerte nicht
verstehen, mit der NULL nicht richtig umgehen
Es vertauscht Rechenarten
Es versteht nicht die Bedeutung des Gleichheitszeichens
Es versteht Geld und Werte nicht
Es vertauscht die Ziffern bei mehrstelligen Zahlen
Es kann Zahlen nicht oder nur schwer von anderen Symbolen unterscheiden
Nicht alle diese Symptome kommen bei jedem legasthenen Kind vor. Sollten
es jedoch mehr als 3 sein, könnte schon eine leichte Form der Legasthenie
oder Dyskalkulie vorliegen.
Es ist immer wichtig zu untersuchen, ob die Probleme ggf. "nur"
aus einer erworbenen LRS resultieren.
Ein an Schulen üblicher
Intelligenztest ist nicht geeignet, eine Legasthenie festzustellen, da
diese Kinder oft über eine hohe Intelligent verfügen.
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Oft zeigt das Kind
Konzentrations-und/oder Aufmerksamkeitsmängel, das heißt, es
kann sich nicht lange mit der Aufgabe beschäftigen oder ist mit seinen
Gedanken ständig woanders. Auch körperlich Unruhe kann auftreten,
ohne dass es sich um Hyperaktivität handelt.
Gerade Fehler beim
Schreiben und Lesen können von diesem Aufmerksamkeitsdefizit hervorgerufen
werden. Leider nützt es nur in geringem Umfang, das Kind immer wieder
zu ermahnen. Ein inneres Gefühl führt zu diesem Verhalten. Dieses
Gefühl muss mit Hilfe therapeutischer Mittel gelöst werden.
Auch die Art der
Wahrnehmung spielt eine große Rolle.
Wie sieht das Kind
Zahlen oder Buchstaben? Dies ist in einem Test zu ergründen, der
nicht in einem Klassenverband durchgeführt werden kann.
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Die Art und
Weise wie der Lerninhalt in das Langzeitgedächtnis gelangt, bewusst
und abrufbar oder unterhalb der Bewusstseinsschwelle und daher nicht oder
nur gering abrufbar ist ebenfalls ein wichtiger Punkt.
Die richtige Lernstrategie
für das einzelne Kind kann hier den Durchbruch bringen, weshalb für
mich meine Kenntnisse und Erfahrungen im NLP von großer Bedeutung
sind.
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Leidet das Kind schnell
unter einem sogenannten "Blackout", wenn es abgefragt wird oder
sich unter Druck fühlt?
Auch dies ist zu berücksichtigen und entsprechend zu behandeln. |
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Es gibt einige
Tricks und Methoden, die besonders mit aufgeschlossenen Grundschülern
leicht in den Unterricht einzubauen sind.
Gerne berate ich
Sie persönlich, auch wenn es einmal Schwierigkeiten in der Verständigung
mit Eltern gibt.
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Aktuell:
Fehlentscheidung der Hamburger Schulbehörde zur Einführung einer
"weichen Druckschrift". Bei sehr vielen Kindern und Erwachsenen
führte
das Schreiben einzelner Buchstaben oder Worte sofort zur Homolateralität
(Einseitigkeit der Hirnhälften, hier bevorzugt das Sprachhirn). Dies
hat Auswirkungen auf die Raumorientierung, die für das mathematische
Denken von großer Bedeutung ist. Gleiches gilt für die "Vereinfachte
Ausgangsschrift". Info-PDF
Info-Broschüre
zum Download
Für
interessantes Unterrichts- und Fördermaterial schauen Sie bitte unter
www.lernserver.de
Falsche
Unterrichtskonzepte gerade in der Grundschule, führen leider bei
vielen Kindern zu mangelnden Rechtschreibkompetenzen.
Trotz
eingehender Studien werden diese, wie z.b. "Lesen durch Schreiben"
, "Tinto", oder "Rechtschreibwerkstatt" noch immer
weit verbreitet im Unterricht angewendet. Aus diesem Grund empfehle
ich
hier gerne den Vortrag von Wildried Metze "Lernwegsorientierter Schriftspracherwerb
im Spiegel der Empirie und des Schulalltags" - Zürich 2008 und den "Elternbrief
Nr.13" von
J.G. Jansen
(Lehrer und Fachleiter am Gesamtseminar Düsseldorf a. D. mit jahrzehntelanger
Tätigkeit in der Lehrerfortbildung) und
weitere seiner Elternbriefe auf www.gundschulservice.de
.
Elternbrief
Nr 13 zum richtigen Unterricht für Sie zum Download mit freundlicher
Genehmigung von J.G. Jansen.
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